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Diese
vier Eigenschaften eines Körpers zu kennen, wobei nicht alle
gleich groß oder überhaupt vorhanden sein müssen,
ist für das Erstellen und Auswerten von Thermogrammen (keine
bunten Bilder) unerläßlich.
Nicht
nur wenn es darum geht Temperaturen zu messen sondern auch in der
Qualitativen Auswertung von Thermogrammen spielen z.B. die unterschiedlichen
Emissionsgrade eine wichtige Rolle.
In
einem Thermogramm bedeutet hell
nicht immer WÄRMER und dunkel nicht
zwangsläufig KÄLTER
!!!
Hiermit
ist nicht die reverse Darstellung der Farbskala gemeint
!
Hier
wird lediglich die von einem Objekt abgestrahlte Energie in Temperatur
umgerechnet bzw. die Strahlungsintensitäten bildhaft dargestellt.
Dies geschieht immer nur für den in der Kamera eingestellten
Emissionsgrad. Wenn im Bildausschnitt also Objekte mit unterschiedlichen
Emissionsgraden / Reflexionsgraden etc. vorhanden sind, läßt
sich keine Aussage über die Temperaturen nur aufgrund des vorliegenden
Thermogramms treffen ohne die Eigenschaften der im Bild vorhandenen
Materialien zu kennen..
Ein
Tageslichtfoto des betreffenden Ausschnitts sollte in jedem Fall
vorhanden sein. Auch Angaben über die zum Zeitpunkt der Untersuchung
herrschenden Klimaverhältnisse sowie über die auf das Objekt
einfallende Hintergrundstrahlung ( Objekte die sich hinter / neben
dem Thermografen befinden und ihre Wärmestrahlung in Richtung
Objekt abgeben )
Emissionsgrad:
Verhältnis
zwischen der spezifischen Ausstrahlung eines Körpers
und der eines schwarzen Strahlers. Er ist zahlenmäßig
gleich dem Absorptionsgrad.
Absorptionsgrad:
Verhältnis zwischen dem absorbierten
und dem auftreffenden
Strahlungsfluß.
Reflexionsgrad:
Verhältnis zwischen
dem zurückgestrahlten und dem auftreffenden
Strahlungsfluß.
Transmissionsgrad:
Verhältnis zwischen dem durchgelassenen und dem auftreffenden
Strahlungsfluß.
Nimmt
man die gesamt auftreffende Energie mit 1 an, dann liefern die Faktoren
Absorptionsgrad, Reflexionsgrad und Transmissionsgrad die jeweiligen
Anteile an absorbierter, reflektierter und durchgelassener Energie.
Der
Mauszeiger über dem linken IR-Bild zeigt das zugehörige
Tageslichtfoto

Hier
sieht man die Tür zu einer Holztrockenkammer mit ca.80°C
Innentemp. Im linken
IR-Bild stellt sich die obere Hälfte
der Tür dunkler also vermeindlich kälter dar als
die untere Hälfte. Im rechten IR-Bild stellt sich diese
Erscheinung mit einer anderen Fabpalette noch deutlicher heraus.
Dieser
Effekt wird aufgrund des hohen Reflexionsgrades der Türverkleidung
hervorgerufen. Der vermeindlich kältere obere Teil
der Tür reflektiert einen großen Teil der
Wärmestrahlung des ca. -65°C "warmen" klaren
Nachthimmels. Im unteren Teil reflektiert sich die während
des Tages durch die Sonne aufgeheizte Betonfläche.
Diese beiden Efekte überlagern sich mit der
eigentlichen Wärmeabstrahlung der Tür.
Um
eine dennoch brauchbare Temperaturmessung zu ermöglichen
bedient man sich Materialien von welchem man den Emmisionsgrad
kennt und bringt diese auf der Oberfläche an. Nun mißt
man die Temperatur des aufgebracheten Materials mit
dem bekannten Emmisionsgrad.
Zusammenhang
zwischen:
gesamter-, reflektierter-, absorbierter- und transmittiereter
Strahlung:

Фgesamt:
gesamte auf das Objekt auftreffende Strahlung
ФRef:
vom Objekt reflektierte
Strahlung
ФAbs:
vom Objekt absorbierte
Strahlung
ФTrans:
durch das Objekt transmittierte Strahlung
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